Eternal Sunshine of the Spotless Mind

Wie konnte sich dieser Film unbemerkt an mir vorbeistibitzen?
Vielleicht weil ich dachte: ooo jim carrey und winslet? Nein danke das brauch ich nicht?

Oder einfach weil ich seit Ewigkeiten nicht mehr im Kino war?
Einfach gesagt: Dieser Film rüttelt mich wach, fröilein würden sie sich bitte etwas mehr ins Kino wagen? Auch wenn es eng und dunkel ist? Es muss ja nicht Samstagabend sein, nein Sonntamittag wenns regnet.

Well, dieser Film, aiaiai.

Ein Zuckerschleckerschlecken fürs visuelle, ein Drama für die Seele und tausend Fragen am Ende.

Lässt man sich auf „Vergiss mein nicht“ ein, wird man bereits nach wenigen Minuten unweigerlich in dessen Bann gezogen. Nicht nur inhaltlich, auch visuell gehört der Film zu den faszinierendsten Werken der letzten Zeit. Für die Umsetzung des Kaufman-Scripts zeichnet sich der überaus talentierte Franzose Michel Gondry verantwortlich. Gondry machte bisher vor allem mit seinen Musikvideos für die isländische Sängerin Björk und diverse Werbeclips für Coca Cola, Nike und Levis auf sich aufmerksam. Rein optisch gelingt Gondry ein überaus beeindruckender Spagat: Einerseits präsentiert sich „Vergiss mein nicht“ mit seiner grobkörnigen, verwackelten Kameraarbeit wie ein Independent-Film, andererseits wirkt der Film nie billig. Im Gegenteil. Das 35 Millionen Dollar schwere Budget lässt sich dem Film durchaus anmerken. Ein weiterer Nebeneffekt dieser faszinierenden Optik ist, dass sie den bodenständigen, real wirkenden Kontrast zur phantastischen, surrealen Story bildet.

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